Heute auf dem Herd: Risotto ai funghi, Parmesan nicht vergessen

Ein Restaurant beim ersten Date ist sicher. Zuhause kochen ist mutiger, günstiger und sagt in zwei Stunden mehr über einen Menschen als drei Abende mit Speisekarte. Genau darum geht es hier: um Menüs, die man nicht verhauen kann, um Apéro-Platten, die niemand vermisst, wenn das Gespräch gut läuft, und um einen nüchternen Blick auf die Dating-Seiten, über die man sich in der Schweiz heute kennenlernt.

Ich bin Livia, 37, wohne im Kreis 4 in Zürich und koche seit ich denken kann. Acht Jahre habe ich in der Gastronomie gearbeitet, heute sitze ich tagsüber im Büro eines Catering-Betriebs und stehe am Wochenende am eigenen Herd. Hier gibt es keine Kurse und keine Abende zum Buchen. Nur Rezepte, Ideen und einen ehrlichen Blick auf die Dating-Seiten.

Rezepte Kennenlernen

Warum zuhause kochen beim Kennenlernen funktioniert

Ein Date am Herd hat einen einfachen Vorteil: Man hat etwas zu tun. Niemand muss die Speisekarte anstarren, wenn eine Pause im Gespräch entsteht. Man rührt, man schneidet, man sucht den Parmesan (dazu später mehr). Die Hände sind beschäftigt , der Kopf wird ruhiger.

Dazu kommt der Preis. Ein 3-Gänge-Menü für zwei kostet im Einkauf zwischen 40 und 60 Franken, in einem Zürcher Restaurant zahlst du dafür schnell das Dreifache. Und du entscheidest selber über Lautstärke, Licht und darüber, ob der Abend um 22 Uhr endet oder noch eine Runde Espresso dranhängt.

Der grösste Einwand kommt immer zuerst: «Ich kann doch nicht kochen.» Musst du auch nicht. Die Menüs auf dieser Seite sind so gebaut, dass zwei Drittel am Nachmittag fertig sind und der Rest in 25 Minuten am Herd passiert. Mehr braucht es nicht.

Was du hier findest

Das 3-Gänge-Menü fürs erste Date

Burrata mit Ofentomaten, ein Pilzrisotto und eine Mascarpone-Creme mit Beeren. Alles für zwei Personen berechnet, mit genauem Zeitplan, damit das Risotto nicht gleichzeitig mit dem Gast fertig wird. Das Menü fürs erste Date ist die meistgelesene Seite hier, und das aus gutem Grund: Es funktioniert auch, wenn du sonst nur Pasta kochst.

Kochen zu zweit ohne Stress

Wer schneidet, wer rührt, wer räumt ab? Die Frage klingt banal, entscheidet aber darüber, ob der Abend entspannt bleibt. In Kochen zu zweit ohne Stress geht es um Arbeitsteilung, um die drei Dinge, die immer schiefgehen, um Musik und um die Frage, wer nachher den Abwasch macht.

Apéro nach Schweizer Art

Manchmal ist ein grosses Menü zu viel Programm. Dann reicht ein Apéro nach Schweizer Art: Gruyère, Tête de Moine, Bündnerfleisch, ein Zopf, dazu Getränke ohne Alkohol, die nach etwas schmecken. Mit einer Tabelle, wie viel du pro Person rechnen musst, damit weder zu wenig noch für eine Fussballmannschaft auf dem Tisch steht.

Dessert ohne Stress

Drei Desserts, die am Vorabend fertig sind: Mousse au chocolat, eine vereinfachte Zwetschgenwähe und Panna cotta. Am Date-Abend musst du nur noch den Kühlschrank öffnen. Alle Rezepte stehen unter Dessert ohne Stress.

Einkaufen fürs Date

Eine Einkaufsliste, die man ausdrucken kann, ein realistisches Budget in Franken und die Zürcher Märkte, auf denen sich der Einkauf lohnt: Helvetiaplatz, Bürkliplatz, Oerlikon. Plus die Liste der Dinge, die man erst am Tag selber kauft. Alles in Einkaufen fürs Date.

Kochen und Kennenlernen

Wo trifft man in der Schweiz Leute, die gern kochen? In Kochkursen, in Gemeinschaftsgärten, beim Quartier-Kochen, in Vereinen. Die Seite Kochen und Kennenlernen sammelt die Orte, an denen das ohne Zwang passiert, und erklärt, wann es sich lohnt, den Kreis online zu erweitern.

Warum ein Kochmagazin über Dating-Seiten schreibt

Die ehrliche Antwort: weil das Kennenlernen heute oft online beginnt und das erste richtige Date dann irgendwo stattfinden muss. Laut der Erhebung zu Familien und Generationen des Bundesamts für Statistik haben 27 Prozent der Paare, die in den letzten fünf Jahren zusammengekommen sind, sich über das Internet kennengelernt. Bei Paaren, die seit über 15 Jahren zusammen sind, waren es 3 Prozent. Der Weg zum Herd führt also immer öfter über ein Profil.

Die zweite Antwort ist persönlich. Ich war von 2020 bis 2023 Single und habe zwei der grossen Schweizer Plattformen selber genutzt. Seit 2023 bin ich mit Jonas zusammen, den ich online kennengelernt habe (auf welcher Seite, verrate ich nicht). Ich weiss also, wie sich diese Seiten von innen anfühlen, was sie kosten und wo man bei der Kündigung stolpert.

Die dritte Antwort: Die meisten Vergleiche im Netz sind Verkaufsseiten mit Sternchen und Knöpfen. Mein Vergleich der Dating-Seiten der Schweiz hat weder das eine noch das andere. Er ordnet die sieben grossen Plattformen ein, sagt, für wen welche passt, nennt Preise in Franken und erklärt, warum sechs davon zum gleichen Betreiber gehören. Danach entscheidest du selber, und dann kochst du.

So nutzt du diese Seite am besten

Wenn das Date schon steht: Fang beim Menü an, lies den Zeitplan, schreib die Einkaufsliste ab. Wenn du noch niemanden zum Bekochen hast: Der Vergleich ist die Seite dafür, danach die Seite über Kochkurse und Gärten. Und wenn du nur Hunger hast, nimm den Apéro, der geht auch allein vor dem Fernseher, das hat schon jemand getestet.

Die Seiten bauen aufeinander auf: zuerst einkaufen, dann am Nachmittag vorbereiten, am Abend zu zweit kochen, zum Schluss das Dessert aus dem Kühlschrank. Irgendwo dazwischen passiert das Kennenlernen, meistens beim Rühren. Alle Rezepte sind für zwei Personen gerechnet, mit Mengen in Gramm und Zeiten in Minuten. Preise sind Richtwerte aus Zürcher Läden und Märkten, je nach Saison und Laden liegen sie etwas höher oder tiefer. Und falls du beim Kochen etwas vergisst: Der Weg zum Laden kann das beste Stück des Abends werden. Aber das erzähle ich beim Risotto.

Wer hier kocht

LiviaLivia, 37, Zürich. Acht Jahre Gastronomie, heute Büro und Wochenendherd. Keine Kurse, keine Abende zum Buchen: Rezepte und ein ehrlicher Blick auf die Dating-Seiten.
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Die Rangliste

  • 1be2
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  • 3C-Date
  • 4Academic Singles
  • 5Aktiv & Verliebt
  • 6Verliebt ab 40
  • 7Zusammen.ch

Sieben Plattformen, ein Betreiber im Hintergrund, keine Werbelinks. Zum Vergleich